Die Freiwillige Feuerwehr Deutenbach wird im Regelfall über Sirene und analoge Funkmeldeempfänger (FME, auch als "Pieper" bekannt) alarmiert (ab 5. September 2007 von der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Nürnberg, vorher über die Polizeiinspektion Zirndorf). Nur in Ausnahmefällen wird nur per FME alarmiert, da nicht alle Kameraden einen solchen besitzen.
Auch im Zeitalter moderner Alarmierungstechnik mit immer kleiner werdenden und individuell programmierbaren Funkmeldeempfängern hat die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren über Sirene immer noch einen hohen Stellenwert.
Während es in größeren Städten undenkbar wäre, die Feuerwehr bei oft mehreren Einsätzen pro Woche über Sirene zu alarmieren, ist dies besonders für kleinere Feuerwehren auf dem Land mit oft wenigen Einsätzen im Jahr meist die einzige Möglichkeit, überhaupt alarmiert werden zu können. Sie verfügen in der Regel über keine oder nur wenige Meldeempfänger. So werden im Landkreis Nürnberger Land rund 85% der 128 Freiwilligen Feuerwehren ausschließlich über Sirene zum Einsatz alarmiert.
Aber auch
größere Wehren, die aufgrund der Einsatzhäufigkeit im Normalfall nur "still"
über Meldeempfänger alarmiert werden, halten zusätzlich an der Möglichkeit der
Sirenenalarmierung fest, um im Bedarfsfall bei größeren Schadenslagen möglichst
viele Einsatzkräfte erreichen zu können.
Historie der Sirenen
Zum überwiegenden Teil handelt es sich bei den Sirenen um ehemalige Zivilschutzsirenen des Bundes. Sie wurden in den 50er Jahren aufgebaut, um die Bevölkerung in Katastrophen- und Krisensituationen bzw. im Verteidigungsfall zu warnen. Die Ansteuerung hierzu erfolgte drahtgebunden über Postleitungen durch das "Warnamt", das den Regierungen unterstellt war.
Darüber hinaus dienten die Sirenen aber auch zur Alarmierung der freiwilligen Feuerwehren. In der Anfangszeit war dies nur über die angeschlossenen Handdruckmelder ("Feuermelder") möglich, bis 1974/75 im Landkreis Nürnberger Land die Funkalarmierung eingeführt wurde und die Sirenensteuerungen so umgerüstet wurden, dass sie von einem Funkempfänger mit Relaiskontakt ausgelöst werden konnten.
Aufgrund zunehmender politischer Entspannung in den 80er Jahren sah der Bund als Eigentümer der Zivilschutzsirenen keine Notwendigkeit mehr, diese weiter zu betreiben und plante 1989 einen Abbau der Sirenen. Da jedoch vielerorts die Feuerwehr-Alarmierung darüber sichergestellt ist, wurden den Gemeinden die Sirenen unentgeltlich zur Übernahme angeboten. Auf diese Weise wurden notwendige Sirenen erhalten, nicht notwendige (z.B. in Orten ohne eigene Feuerwehr) wurden abgebaut.
Bei den sich heute in Betrieb befindlichen Sirenen handelt es sich aber keineswegs nur um Zivilschutzsirenen des Bundes. Mancherorts wurden sogar neue Sirenen aufgebaut, um die Alarmierungssicherheit der Feuerwehr z.B. in stark angewachsenen Ortsteilen sicherzustellen. Auch beim Umsetzen von Sirenenstandorten (z.B. wegen Hausabriss) werden oft komplett neue Sirenenanlagen installiert.
Sirenensignal
In der "Verordnung über öffentliche Schallzeichen" ist festgelegt, welche Schallzeichen für bestimmte Situationen zu benutzen sind. Das Schallzeichen für Feueralarm ist in § 1 geregelt:
§ 1 Alarm bei Feuer oder anderen Notständen
Den Gemeinden, den von ihnen beauftragten Stellen und den Feuerwehren ist es vorbehalten, mit Sirenen folgendes öffentliches Schallzeichen zu geben, um den Alarm bei Feuer und anderen Notständen als Katastrophen auszulösen:
dreimal einen in der Höhe gleichbleibenden Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden, mit je zwölf Sekunden Pause zwischen den Tönen. (anhören)
Sirenenaufbau
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Die am
weitest verbreitete Sirene ist der Typ E57 nach DIN 41 096. Unter dem
pilzförmigen Sirenen-Schutzdach befindet sich ein 5kW-Drehstrommotor 220/380
(230/400) Volt, der ein mit Polyamid beschichtetes Laufrad antreibt. Der im
Innern der Sirene entstehende Luftstrom erzeugt so einen lautstarken Ton der
Frequenz 420 Hz. Durch den Schalldruck von 129 dB beträgt die Hörweite im
Freien ca. 6 km, gegen den Wind ca. 3 km.
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| Bei
diesem Sirenentyp wird das Sirenensignal nicht durch "Luft", sondern
elektronisch erzeugt. Auch wenn diese Sirenenart in unserem Landkreis nicht
verwendet wird, sei sie doch der Vollständigkeit halber erwähnt. Diese Anlage bietet den gleichen Schalldruck wie die Motorsirene E57. Je nach Anordnung der Hörner kann die Schallausbreitung rundum oder gerichtet sein. Die
Versorgungsspannung von 24 Volt kann einem Netzteil oder einem |
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Sirenenauslösung
Üblicherweise wird die Sirenensteuerung heutzutage jedoch über Funk ausgelöst. Die alarmierten Einheiten melden sich dann über Funk oder telefonisch bei der alarmauslösenden Stelle (im Lkr. Fürth: Polizeiinspektion Zirndorf) und erfahren dort den Alarmierungsgrund.
Technisch gesehen läuft die Funkalarmierung über Sirenen genauso wie die Funkalarmierung eines Meldeempfängers ab. Bei der analogen 5-Ton-Alarmierung wird vom Alarmgeber in der alarmauslösenden Stelle ein 5-Ton-Selektivruf generiert, der jede Sirene (oder Sirenengruppe) eindeutig adressiert. Zur Vermeidung von Fehlauslösungen wird zusätzlich ein Doppelton ausgesendet.
Die am Sirenenstandort installierten Fernwirkempfänger (auch Funksteuerempfänger genannt) werten - ähnlich eines Meldeempfängers - den ausgesendeten 5-Ton-Selektivruf sowie den Doppelton aus. Stimmt die 5-Ton-Kombination mit der des Funksteuerempfängers überein, wird über einen Taktgenerator der Strom des Sirenenmotors entsprechend der Sirenensignale ein- und ausgeschaltet.
Seit 1974 werden funkgesteuerte Sirenen und Funkmeldeempfänger durch sogenannte ZVEI-5 Tonfolgen ausgelöst. Die fünfstelligen Rufnummern, die jeder Feuerwehr zugewiesen sind, werden über Funk in Form von Tönen ausgesendet. Die entsprechenden Empfänger werten diese Töne aus und geben, falls ihre Kombination ausgesendet wurde, entweder Sirenen- oder stillen Alarm. Nach der Alarmierung werden die Feuerwehrdienstleistenden mit einer kurzen Durchsage über den Einsatzort und den Grund der Alarmierung informiert.
Bei der FF Deutenbach ist hauptsächlich der Swissphone JOKER bzw. MEMO im Einsatz.
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Hinweis: Wecktöne sind nur Beispiele! Die Alarmtonmuster können in 2 Tonhöhen individuell programmiert werden! |
Technische Daten Swissphone MEMO (Einkanal)
| Frequenzbereiche: | RE
329/08: 4m, 68-88 MHz RE 329/16: 2m, 146-174 MHz RE 329/32 70cm, 450-470 MHz |
| Empfindlichkeit: | 3,7 µV/m |
| Schleifen: | 4
unabhängige Rufnummern, frei programmierbar 10-er, 100-er, 1000-er Gruppenruf |
| Alarmsignal: | akustisch, optisch und mit Vibration |
| Alarmspeicher: | Alarmspeicher für 4 Rufnummern |
| Sprachspeicher: | digitaler Sprachspeicher, 30 Sekunden Aufzeichnung |
| Anzeige: |
beleuchtetes Display für Ruf- und Funktionsanzeige Batterie-/Akku-Füllstandsanzeige |
| Betriebsdauer: | ca. 50
Std. mit Akkuladung ca. 100 Std. mit Batterie |
| Gewicht: | 140 g inkl. Akku |
| Abmessungen: | 65mmx92mmx15mm (HxBxT) |
| JOKER | |
| Leistungsmerkmale wie bei MEMO Einkanal, jedoch ohne Sprachspeicher | |
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Alle Angaben ohne Gewähr Technische Änderungen vorbehalten |
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(gekürzt und abgeändert entnommen vom Kreisfeuerwehrverband Nürnberg)
weiterführende Infos im Internet gibt's bei wikipedia !!!